Diadema setosum
Der Diadem-Seeigel ist ein Riff-Wirbelloser, erkennbar an seinen sehr langen, dünnen schwarzen Stacheln (bis zu 30 cm). Als ausgezeichneter Detritusfresser und Algenweiden spielt er eine nützliche Rolle im Riffaquarium, aber seine giftigen Stacheln erfordern Vorsicht bei der Pflege. Überwiegend nachtaktiv, versteckt er sich tagsüber in den Felsen.
Riffaquarium mindestens 200 Liter mit felsiger Dekoration, die Verstecke und Überhänge bietet. Sandboden geschätzt. Stabiles Meerwasser: 24-28 °C, pH 8.0-8.4, Dichte 1.023-1.026, Kalzium 400-450 mg/L, KH 8-12 °dKH. Mäßige bis starke Strömung. Beleuchtung für das Tier selbst wenig wichtig. Stabilität der Parameter essentiell, empfindlich gegenüber hohen Nitratwerten (< 20 mg/L empfohlen).
Pflanzenfresser/Detritusfresser. Ernährt sich von Krustenalgen, Fadenalgen und Biofilm auf Felsen und Scheiben. Ergänzen mit Spirulina-Tabletten, befestigtem getrocknetem Nori oder blanchiertem Gemüse (Spinat, Zucchini). 2-3 Mal pro Woche füttern, wenn Algen im Becken unzureichend sind. Hauptsächlich nachts aktiv.
Der Diadem-Seeigel ist empfindlich gegenüber plötzlichen Salzgehaltschwankungen und Temperaturschocks, die zum Verlust von Stacheln oder zur Zersetzung des Gehäuses führen können. Schlechte Wasserqualität (hohe Nitrat-, Phosphatwerte) schwächt sein Immunsystem und begünstigt bakterielle Infektionen, die durch weiße Flecken oder Verfärbungen des Gehäuses sichtbar werden. Die Vorbeugung basiert auf langsamer Eingewöhnung (Tröpfchenmethode über 2-3 Stunden), stabilem Wasser mit optimalen Riffparametern und ausreichender Kalziumzufuhr zur Erhaltung seines Kalkskeletts. Jeden Kontakt mit Kupfer vermeiden (tödlich für Stachelhäuter) und vorsichtig handhaben, um die fragilen Stacheln nicht zu beschädigen.
**ACHTUNG**: sehr giftige Stacheln, schmerzhafter Stich, der allergische Reaktionen auslösen kann. Nur mit Vorsicht handhaben (dicke Handschuhe, Behälter). Kann bei seinen nächtlichen Bewegungen Korallen und kleine Dekorationselemente umwerfen: Gestein gut stabilisieren. Friedliches Zusammenleben mit den meisten Rifffischen und Wirbellosen, große konkurrierende Detritusfresser (Acanthurus, Drückerfische) vermeiden. Jeden Kontakt mit Kindern vermeiden. Tröpfcheneingewöhnung (1-2h mindestens) respektieren, da sehr empfindlich gegenüber Salzgehalts- und Parameterschwankungen.
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