Euphyllia spp.

Euphyllia ist eine Gattung sehr beliebter Steinkorallen (LPS - Large Polyp Stony) im Riffaquarium, die die Arten E. glabrescens (Hammerkoralle), E. ancora (Ankerkoralle) und E. paradivisa (Fackelkoralle) umfasst. Sie zeigen lange fleischige Tentakel und sind geschätzt für ihre elegante Bewegung und leuchtenden Farben (grün, rosa, gold). Photosynthetische Korallen, die jedoch eine ergänzende Fütterung benötigen.
Reifes Riffaquarium mit mindestens 200 Litern. Mittlere bis intensive Beleuchtung (PAR 100-200), mit verfügbaren Schattenzonen für schrittweise Akklimatisierung. Mäßige Strömung (indirekte und zufällige Strömung), um die Tentakel wogen zu lassen, ohne sie zu schädigen. Parameter: Salzgehalt 1.024-1.026, KH 7-10 dKH, Kalzium 400-450 mg/L, Magnesium 1250-1350 mg/L, Nitrate <10 mg/L, Phosphate 0.03-0.08 mg/L. Stabile Temperatur 24-26°C. Platzierung auf stabilem Substrat, mittlere Zone des Beckens, mit 15-20 cm Sicherheitsabstand rundherum (nesselnde Tentakel strecken sich nachts aus).
Symbiotische Zooxanthellen decken 70-80% des Energiebedarfs über Photosynthese. Ergänzende Fütterung 2-3 Mal/Woche: Artemia, Mysis, gehackter Krill, Muschel- oder Garnelenfleisch (3-5 mm Stücke). Abends füttern, wenn die Tentakel ausgestreckt sind, direkt auf die Polypen. Überfütterung vermeiden, die das Wasser belastet. Gut gefütterte Exemplare zeigen besseres Wachstum und Färbung.
Schrittweise Lichtakklimatisierung unerlässlich (unten im Becken beginnen, über 2-3 Wochen hochsetzen). Stark nesselnde Tentakel: Handschuhe tragen, Abstände zu anderen Korallen einhalten. Semi-aggressiv: streckt Abwehrtentakel (Sweeper Tentacles) bis zu 20 cm nachts aus. Empfindlich gegenüber abrupten Parameterschwankungen und Stress (Handhabung). Längere Retraktion überwachen (Zeichen von Stress, Parasiten oder schlechter Wasserqualität). CITES Anhang II Art: Zertifikat für internationalen Handel erforderlich. Aquakultivierte Exemplare (Ableger) bevorzugen, die robuster und ethischer sind. Verträglich mit friedlichen Fischen; Vorsicht bei Kaiserfischen, Falterfischen und bestimmten Schleimfischen, die Gewebe anknabbern können.
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