Zebrasoma desjardinii

Großer spektakulärer Doktorfisch aus dem Indischen Ozean und Roten Meer, erkennbar an seinen majestätischen segelförmigen Rücken- und Afterflossen, die mit komplexen Mustern verziert sind. Strikter Pflanzenfresser, der großes Volumen und algenreiche Ernährung benötigt. Prächtige Jungtiere mit blauen und gelben vertikalen Streifen; Adulte mit netzartigen Mustern. Robuste, aber platzanspruchsvolle Art.
Riffaquarium mindestens 600 Liter (800-1000 L empfohlen) für ein adultes Tier aufgrund der erreichten Größe (40 cm) und des Schwimmbedarfs. Dekoration mit reichlich Lebendgestein, das Algenweidezonen und Verstecke bietet. Benötigt offenen Schwimmraum. Parameter: Temperatur 24-27°C, pH 8.1-8.4, Dichte 1.023-1.025, Calcium 400-450 mg/L. Mäßige bis starke Strömung. Beleuchtung, die Algenwachstum fördert. Ausgezeichnete Filterung und leistungsfähiger Abschäumer obligatorisch. Maximale Sauerstoffversorgung unerlässlich.
Strikter Pflanzenfresser. Ernährungsgrundlage: Meeresalgen (Nori, Spirulina), frische Aquarienalgen. Mehrere kleine tägliche Portionen verteilen (idealerweise 3-5 mal/Tag). Ergänzen mit speziellen Herbivoren-Granulat oder -Flocken, mit Spirulina angereichertes Futter und Meeresgemüse. Kann gelegentlich kleine Mengen angereicherter Artemia oder Mysis akzeptieren, aber pflanzliche Ernährung muss dominant bleiben (95%). Futterklemme nützlich zum Befestigen von Nori-Blättern. Fehlende ausreichende pflanzliche Ernährung verursacht Mangelerscheinungen und Immunschwächung.
Art empfindlich gegenüber häufigen Riff-Parasitenkrankheiten: Meerwasser-Pünktchenkrankheit (Cryptocaryon irritans, marines Äquivalent zu Ichthyo), Meeressamtkrankheit (Amyloodinium ocellatum) und parasitäre Würmer (Monogenea). Symptome: weiße Punkte, gräulicher Schleier, Scheuern an Dekoration, schnelle Atmung, Appetitverlust. Empfindlich gegenüber Stress bei Eingewöhnung und Parameterschwankungen. Vorbeugung: strikte Quarantäne von 4-6 Wochen obligatorisch vor Einführung, langsame Eingewöhnung (Tröpfchenmethode 2-3h), einwandfreie Wasserqualität, ausgewogene vitaminreiche Ernährung. Doktorfische sind besonders anfällig für Ernährungsdefizite (Seitenlinien-Erosion, HLLE) bei unzureichend pflanzlicher Diät. Vorsicht vor Verletzungen durch Kaudal-Skalpelle beim Handling.
Territorial gegenüber anderen Doktorfischen, besonders derselben Gattung (Zebrasoma). Als letztes oder mit bereits gut etablierten Arten einsetzen. Nur ein Zebrasoma pro Becken, außer bei außergewöhnlichem Volumen (>1500 L). Kompatibel mit den meisten friedlichen bis semi-aggressiven Rifffischen. Ungefährlich für Korallen und Wirbellose (außer abgeweideter Mikrofauna). Benötigt unbedingt konstante Algenzufuhr: Algenrefugium oder Gesteinsrotation vorsehen. Kauf: juvenilen/sub-adulten Exemplare bevorzugen, die mindestens 2-3 Wochen im Handel eingewöhnt sind, aktiv schwimmen und fressen. Abgemagerte Exemplare oder solche mit mühsamer Atmung vermeiden. Tierschutz: angepasstes Volumen zwingend für diese schwimmfreudige und große Art, Überbesatz vermeiden. Aufrichtbare Skalpelle am Schwanzansatz: vorsichtige Handhabung (Schnittverletzungsgefahr).
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